Kanutour Feldberger Seen

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Kanutour Feldberger Seen: Kurze Gewässerkunde Kanutour Feldberger Seen: Regelungen & Anspruch Kanutour Feldberger Seen: Breite Luzin Kanutour Feldberger Seen: Haussee Kanutour Feldberger Seen: Schmale Luzin Kanutour Feldberger Seen: Bäk Kanutour Feldberger Seen: Carwitzer See und Zansen Kanutour Feldberger Seen: Hals Kanutour Feldberger Seen: Dreetzsee Kanutour Feldberger Seen: Weiterführende Infos Kanutour Feldberger Seen: VideoKanutour Feldberger Seen: Kurze Gewässerkunde
Die eiszeitlich geprägte Feldberger Seenlandschaft an der Grenze zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg besteht primär aus dem »Feldberger Haussee«, dem »Breiten Luzin«, dem »Schmalen Luzin«, dem »Carwitzer See« mit »Zansen« und »Wootzensee« sowie dem »Dreetzsee«.
Allen Seen ist neben ihrer Entstehung und oberirdischen Wasserverbindung gemein, dass sie relativ nährstoffarmes und entsprechend klares Wasser führen, das vielen seltenen Tieren und Pflanzen Lebensraum bietet, die anderenorts nicht vorkommen. Die Luzin-Seen bspw. sind berühmt für ihre azurblauen Tiefen, umgeben von Steilhängen, die hauptsächlich mit alten Buchenwäldern bewachsen sind. Allein hier sind drei verschiedene Adlerarten heimisch. Deshalb ist neben den ruhigen Seen oft auch die umliegende hügelige und an vielen Stellen naturbelassene Landschaft geschützt.
Da auf den meisten der Feldberger Seen Motorboote (außer von den Einheimischen) nicht gestattet sind, hat man als Paddler das Privileg, die Feldberger Seenlandschaft mit ihren kleinen Ortschaften vom Wasser aus zu erkunden. Ein Wassersport-Geheimtipp ist die Feldberger Seenlandschaft allerdings längst nicht mehr, sodass man vor allem im Sommer auch vielen anderen Wasserwanderern begegnen wird.
Kanutour Feldberger Seen: Regelungen & Anspruch
Die Feldberger Seen sind schiffbare Gewässer, wenngleich motorisierter Schiffsverkehr i. d. R. nicht gestattet ist. Deshalb wird man hauptsächlich muskelkraftbetriebenen Kleinfahrzeugen (mit Ausnahme der Fahrgastschifffahrt und Anliegern) auf dem Wasser begegnen. Die Seen sind teilweise sehr tief (bis zu 60 Meter) und liegen zu großen Teilen ruhig und windgeschützt zwischen ihren bewaldeten Steilufern.
Auch die gut ausgebaute Infrastruktur mit vielen Rastplätzen, Bootsverleihen, Touristik-, Camping- und Gastronomieangeboten macht die Feldberger Seen für Paddler anfänger- und familientauglich. Die Gewässer können (fast) ganzjährig befahren werden. Die kleinen Verbindungskanäle zwischen den Seen können jedoch anspruchsvoller sein, da sie im Sommer verwachsen, schmal und flach sind und sogar trockenfallen können. Ein Bootswagen für (meist kurze) Umtragewege ist dann ratsam.
Alle Seen sind Teil des »Naturparks Feldberger Seenlandschaft«. Das Ostufer des Breiten Luzins, das Nordufer des Feldberger Haussees, der komplette Schmale Luzin sowie die unteren Westufer des Zansen und die Südostufer des Carwitzer Sees sind als Naturschutzgebiete ausgewiesen.
Kanutour Feldberger Seen: Breite Luzin
Am nordöstlichen Ufer des Breiten Luzin-Sees befindet sich unweit der ehemaligen Ziegelei der Lichtenberger Badestrand und damit eine gute Startmöglichkeit für eine Kanutour auf den Feldberger Seen. Mit dem Auto gelangt man vom kleinen Örtchen Lichtenberg über teils schmale Waldstraßen dorthin. Am ansonsten oft steilen und bewaldeten Ufer des Breiten Luzins bietet die Lichtenberger Badestelle mit (Bade-)Steg, Sliprampe, Parkplatz, Liegewiese, Imbiss, Rast- und Sanitärmöglichkeiten eine komfortable Einsetzstelle für das Kanu. Allerdings muss hier in den warmen Monaten mit viel Badebetrieb gerechnet werden. Das Zelten ist überdies nicht gestattet.

Bis zur Kleinstadt Feldberg und den angrenzenden Seen im Süden legt man etwa 3,3 km auf dem bis zu 58 Meter tiefen Breiten Luzin zurück. Folgt man dafür dem Westufer des eiszeitlichen Zungenbeckensees, bleibt es steil und bewaldet. Die Ufer stehen unter Naturschutz (»NSG Feldberger Hütte«). Am Ostufer hingegen gibt es auch mehrere flachere Abschnitte mit Schilfgürteln, Ackerland, Weiden und einigen Badestellen.

Die Landzunge »Mönkenwerder« trennt im Norden das Hauptbecken vom wesentlich kleineren und flacheren zweiten Teil des Breiten Luzins (»Lütter See«), der über ein Schmal mit dem Kanu befahrbar ist, wenn man sich nach dem Lichtenberger Strand etwa 700 Meter am Ostufer hält. Mitten im Lütten See liegt eine kleine, naturbelassene Insel, am Ostufer führt die Landesstraße 341 entlang. Hier gibt es eine weitere Bade- bzw. mögliche Einsetzstelle unweit eines Ferienhofes, die auch zur Rast angesteuert werden kann.
Auch am Ferienhof direkt (Rothe Haus) gibt es eine dazugehörige (private) Steganlage, die sich zum Ein- und Aussetzen mit dem Kanu eignet. Auffallend ist ansonsten das alte Forsthaus Lichtenberg am Nordufer, das heute als Seehotel genutzt wird. Eine komplette ufernahe Umrundung des Lütten Sees schlägt mit etwa 3,8 km Paddelstrecke zu Buche.

Nur 1,3 km südlich der Einfahrt zum Lütten See befindet sich eine ruhig gelegene (FKK-)Badestelle, die das ansonsten meist schilfbewachsene Ostufer hier freigibt und sich für eine Paddelpause anbietet. Die Flächen hinter dem ufernahen Baumstreifen werden landwirtschaftlich genutzt und die Badestelle ist landseitig nur über einen Wirtschafts- und Wanderweg (»Alter Postweg«) erreichbar. Daher liegt sie recht abgeschieden.
Es folgt ein Landhaken, bevor man in eine kleine Bucht des Breiten Luzins paddelt, die streng genommen bereits den Beginn des Schmalen Luzins markiert, der seit dem Bau des »Erddamms« 1847 vom Breiten Luzin getrennt ist, aber durch einen schmalen Tunnel im Straßendamm mit kleinen Booten und Kanus von hier aus weiterhin befahren werden kann. Viel (Gegen-)Verkehr in der Saison kann dabei die Nutzung der Wartezonen beidseitig des Erddamms nötig machen.

Hat man es nicht eilig, kann man auch ein Päuschen am in Sichtweite liegenden Hotel und Restaurant »Altes Zollhaus« einlegen, das einst als Zollstelle für das Passieren des Erddamms diente. Oder man schlägt mit dem Kanu direkt auf dem benachbarten Feldberger »Campingplatz am Bauernhof« auf, der mit Zeltstellplätzen, Ferienhäusern, Campingfässern, Strand sowie Boots- und Kanuverleih für Kanutouristen auf jeden Fall eine Anlaufstelle für Übernachtungen am Breiten Luzin ist. Hier sollte man allerdings frühzeitig reservieren.

Zwangsläufig kommt dort auch vorbei, wer das hügelige und waldige Westufer des Breiten Luzins mit »Schlossberg« (alter slawischer Burgwall im geschützten Buchenwald) bepaddelt hat. Noch davor am Südufer liegt zunächst der schmale Landstreifen und Ortsteil »Feldberger Hütte« mit weitläufiger Badestelle, Parkplatz, mobiler Toilette (im Sommer) und »Luzinkanal«, der den gegenüberliegenden Feldberger Haussee mit dem Breiten Luzin verbindet. Danach folgt auch hier ein bewaldeter Landhaken, an dessen Rückseite sich der bereits erwähnte Feldberger Campingplatz befindet und man so schließlich ebenfalls mit dem Kanu zum Erddamm gelangt.

Kanutour Feldberger Seen: Haussee
Die für das Gebiet namensgebende Kleinstadt Feldberg erkundet man wasserseitig am besten vom Haussee aus. Der verwinkelte Stadtsee ist von zwei Seiten über künstlich angelegte Kanäle mit dem Kanu erreichbar: Die erste Möglichkeit führt über den bereits benannten Luzinkanal bei Feldberger Hütte, vom Breiten Luzin kommend. Die zweite Wasserverbindung bietet der etwa 400 Meter hinter dem Erddamm versteckte »Seerosenkanal« am Westufer des Schmalen Luzins. Hier muss vor der Straßenbrücke Prenzlauer Straße das Kanu allerdings ein kurzes Stück über einen künstlichen Damm gehoben werden. Stege und eine Kanurutsche sind dabei behilflich.
Der Kanal wurde 1969 verschlossen, um Nährstoffeinträge in den Schmalen Luzin zu reduzieren. Oberhalb der Brücke liegt ein mit dem Auto gut anfahrbarer Rastplatz, sodass man hier auch recht bequem ein- und aussetzen kann, wenn man die Treppe an der Brücke nicht scheut.

Die Südseite des max. etwa 10 Meter tiefen Feldberger Haussees wird durchschnitten von der Halbinsel »Amtswerder«, der historischen Wiege Feldbergs. Eine Burg und später der Amtssitz legten hier einst den Grundstein für die Kleinstadt. Neben dem alten Amtsplatz, einem Sportpark und der Seesporttribüne des traditionsreichen örtlichen Wasserskiclubs gibt es auf dem Amtswerder gleich mehrere Möglichkeiten zum Ein- oder Aussetzen mit dem Kanu. Dafür nutzt man bspw. die offizielle Bootseinsetzstelle am Weidendamm oder den Strandabschnitt der Feldberger Badeanstalt (Badebetrieb berücksichtigen!).
Autos können hier (außerhalb von Veranstaltungen) auf einem kostenpflichtigen Parkplatz abgestellt werden. Zu empfehlen sind auch die direkt daneben liegenden Fischgasthäuser auf der Halbinsel.

Vom Seerosenkanal kommend, kann im südöstlichen Becken des Haussees (auch »Kleiner Haussee« genannt) das geschichtsträchtige »Drostenhaus«, das auf Burgfundamenten erbaut wurde, wasserseitig erkundet werden. Ansonsten gibt es hier nur einige Bootsschuppen.
Westlich des Amtswerders liegt der heutige Ortskern von Feldberg mit Kurpark, Kurverwaltung, Kurklinik, diversen kleinen Hotels, Einkaufsmöglichkeiten und weiteren Gastronomieeinrichtungen am Stadtbecken des Haussees. Vieles davon ist vom Kanu aus gut einsehbar. Einen Anleger mit Schutzhütte für Landgänge findet man zwischen den beiden Bootsverleihen im Stadtzentrum. Oder man kehrt direkt vom Wasser aus ein in die am Ufer liegenden Gasthäuser, die Strandbar oder bei den Boots- und Kanuverleihen, die auch Schiffsrundfahrten anbieten.

Im Nordbecken des Haussees, an der Rückseite des Ortsteils Feldberger Hütte, befinden sich zwei kleine Naturinseln: »Grabenwerder« (auch »Schlangeninsel« genannt) und die »Liebesinsel«. Hier baute man einst Seekreide ab. Am Ufer davor liegt neben ein paar Bootsschuppen eine weitere Wasserski-Trainingsanlage. Im Hintergrund bieten der »Hüttenberg« und der »Reiherberg« (144 bzw. 143 Meter über NHN) am wieder bewaldeten und naturgeschützten Nordufer des Haussees schönste Ausblicke über die Feldberger Seenlandschaft.
Für eine vollständige Umrundung des Feldberger Haussees mit dem Kanu legt man etwa 8,5 km zurück, eine womöglich entspannte Tagestour mit ein paar Landgängen also.
Kanutour Feldberger Seen: Schmale Luzin
Wer eine mehrtägige Kanutour auf den Feldberger Seen plant, kann sowohl vom Feldberger Haussee (Seerosenkanal) als auch vom Breiten Luzin kommend (Erddamm) seinen Weg auf dem knapp 7 km langen Schmalen Luzin fortsetzen.
Der erste Abschnitt hinter dem Erddamm führt vorbei an Feldberger Kleingartenparzellen direkt am Wasser. Danach wird es natürlicher und der eiszeitliche Rinnensee liegt meist gut geschützt, eingebettet in seine mit Buchenwäldern bewachsenen Steilufer, die sich gänzlich, wie auch das Gewässer selbst, im »Naturschutzgebiet Hullerbusch und Schmaler Luzin« befinden. Bei etwas über 30 Metern Maximaltiefe und nur wenigen Hundert Metern Breite mutet der Schmale Luzin eher wie ein breiter Flusslauf an.

Eine erste Pausen- und Anlandemöglichkeit bietet sich in einem Knick nach etwa 2,5 km bei der handbetriebenen Luzinfähre an, die schon seit 1907 entlang eines Seils Mensch und (kleines) Material über den Schmalen Luzin zur Halbinsel »Hullerbusch« ans Ostufer und zurück befördert. Heute ist sie eine der letzten ihrer Art in ganz Europa. Auch Boote und Kanus werden während der Saison bei kleinen Erfrischungen am Fährhaus verliehen, wo einst die Kähne der Fischer lagen und später die »Luzinhalle« zum Tanz lud.
Auf dem Hullerbusch am Ostufer gibt es vor allem einen Naturlehrpfad an Wanderwegen, eine Schäferei mit Hofladen, ein schmuckes, kleines Hotel, Ferienwohnungen und viel Abgeschiedenheit.

Nach weiteren 1,5 km wird der Schmale Luzin etwas breiter, bevor er in einer toten Bucht zu enden scheint. Tatsächlich macht der See jedoch auch hier nur einen Knick nach Westen und setzt sich, vorbei am »Schmal«, der engsten Stelle des Sees, Richtung Süden fort. Am Nordufer des Schmals liegt auch eine der wenigen offiziellen Badestellen am Schmalen Luzin. Die abgeschiedene »Badestelle Ziegenwiese« bietet in den Sommermonaten meist auch eine (mobile) Toilette und lädt zu einer Badepause ein. Mit dem Auto ist sie nur schwer erreichbar, da lediglich Wanderwege zu ihr führen.

Auf den letzten etwa 2,2 Kilometern lichten sich die Bäume am Südufer etwas. Erste Häuser, die örtliche Luzin-Badestelle sowie eine ehemalige Windmühle des von Wasser umgebenen Dorfes Carwitz erscheinen auf malerischen Hügeln am Horizont. Wer an der Badewiese im Ort anlegt, kann eine Rast in den hiesigen Cafés oder Restaurants im Ortskern einlegen, bevor man von hier aus direkt zum Bootsverleih am Dreetzsee übersetzen kann (etwa 500 Meter Bootswagenstrecke). Das kann bei niedrigem Wasserstand sinnvoll sein, da die Verbindungskanäle der Seen immer häufiger verlanden.

Kanutour Feldberger Seen: Bäk
Alternativ liegt, nach einem weit auslaufenden Bogen Richtung Osten, im Schilf versteckt der Abfluss des Schmalen Luzins in die sog. »Bäk«, den Verbindungskanal zum Carwitzer See. Ohne das entsprechende Hinweisschild vor dem Schilfgürtel ist die Ausfahrt zum kleinen Kanal, auf dem es bei viel Kanu-Verkehr durchaus eng werden kann, vom See aus nur schwer zu erspähen. Dennoch lohnt sich das Paddeln der urigen, etwa 400 Meter langen Bäk, die mitten durch den Carwitzer Ortskern führt.

Hier kann, je nach Wasserstand, das Umtragen eines kleinen Überlaufwehres (Messwehr) nötig werden. Behilfliche Stege, ein überdachter Picknick-Rastplatz mit mobiler Toilette und sogar ein Imbiss-Angebot im Dorf machen das Umtragen jedoch sehr viel erträglicher. Bei gutem Wasserstand lässt sich das Kanu womöglich sogar unter der kleinen Straßenbrücke hindurch und über das Wehr treideln.
Die letzten 100 Meter bis zum Carwitzer See schlängelt sich die Bäk abermals durch Gehölzgruppen. Bei Niedrigwasser im Sommer muss das Kanu allerdings womöglich auch hier bis zum Seeanfang getragen werden (Bootswagen empfohlen!).

Kanutour Feldberger Seen: Carwitzer See und Zansen
Eng verbunden mit der Feldberger Seenlandschaft ist auch der Name Hans Fallada. Der Schriftsteller lebte von 1933 bis 1944 in seinem mehrfach ausgebauten Fachwerkhaus in Carwitz und schwärmte von der einzigartigen Landschaft. Heute wird das ehemalige Haus Falladas als Museum unterhalten. Von der Bäk kommend, paddelt man schon auf den ersten Metern an dem Backbord liegenden Seegrundstück vorbei.

Nun befindet man sich im südwestlichen Zipfel des Carwitzer Sees, dem größten der Feldberger Seen. Die meisten Wasserwanderer bekommen von den Ausmaßen des Zungenbeckensees mit seinen neun Inseln und der nördlichen Fortsetzung des Zansen allerdings wenig mit, da sie oft dem südlichen Abfluss der Seenkette folgen.

Der knapp 4 km lange Zansen ähnelt dem Schmalen Luzin und begrenzt wie dieser das Naturschutzgebiet Hullerbusch auf östlicher Seite durch sein Wasser. Er bildet einen der natürlichsten und einsamsten Abschnitte der Feldberger Seenlandschaft. Wildtierbeobachtungen sind hier am besten möglich.
Über die etwa 300 Meter lange »Floot« gibt es eine, wenn auch im Sommer verwachsene, Verbindung bis in den Wootzensee bei Fürstenhagen im Norden. Bei hohem Wasserstand (am besten im zeitigen Frühjahr) ist sie paddelbar, jedoch blockiert eine künstliche Sperre direkt an der Straßenbrücke der Landesstraße 34 den Kanalweg. Die Sperre kann aber umtragen werden. Dennoch sei die Floot nur mutigen Abenteurern empfohlen!

Am östlichen Ende des Carwitzer Sees befinden sich zwei Campingplatzvereine. Einer davon, der »Campingplatz C38« Conow bietet auch eine kleine Badestelle. Sehenswert ist außerdem die nur wenige hundert Meter entfernte und noch relativ gut erhaltene Kirchruine aus Feldsteinen des ehemaligen Dorfes Conow.

Vor dem Südufer, das gleichzeitig die Landesgrenze zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg bildet, liegt die nach dem beschaulichen Ort benannte und bewaldete Halbinsel »Conower Werder«. Diese ist, wie fast das komplette Südufer des Carwitzer Sees bis Thomsdorf, ebenfalls als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Um den Conower Werder herum gilt sogar ein ganzjähriges Befahrungsverbot der Uferzonen in einem 100-Meter-Streifen.
Bei Thomsdorf/Funkenhagen verstecken sich ansonsten neben Sportbootanlegern ebenfalls noch kleine Badestellen im Schilfgürtel. Eine komplette Erkundung des Carwitzer Sees (ohne Zansen) kann mit etwa 13 km durchaus einen ganzen Tag in Anspruch nehmen. Wie alle größeren Seen kann der Carwitzer See dabei, je nach Wetterlage, auch mal unangenehm windanfällig sein.

Kanutour Feldberger Seen: Hals
Den kleinen Carwitzer Campingplatz mit Badestelle sowie Boots- und Kanuverleih am Ufer des Carwitzer Sees lässt Steuerbord liegen, wer dem Abfluss zum Dreetzsee folgen möchte. Ein Schild im Schilfgürtel weist einem kurz nach dem Campingplatz erneut den Weg in den schmalen, sog. »Hals«.
Dieses etwa 300 Meter lange, schmale Fließ, das eine direkte Wasserverbindung vom Carwitzer See zum südlich verlaufenden Dreetzsee herstellt, fällt in den niederschlagsarmen Sommermonaten allerdings immer häufiger trocken, sodass man etwa auf halbem Wege an einer Fußgängerbrücke zum Campingplatz möglicherweise das Kanu per Bootswagen entlang eines Wanderweges etwa 300 Meter bis zum Ufer des Dreetzsees transportieren muss. Auf keinen Fall sollte man versuchen, den Hals fußläufig zu durchqueren, da das Gebiet sumpfig ist. Sollte der Hals befahrbar sein, folgt man mit ihm weiterhin der Landesgrenze bis in den Dreetzsee.

Kanutour Feldberger Seen: Dreetzsee

Mit dem Dreetzsee (gelegentlich auch nur »Dreetz« genannt), dessen Ostufer die Grenze zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg fortsetzt, erreicht man den letzten der Feldberger Seen. Unmittelbar hinter der Ausfahrt aus dem Hals liegt am Westufer des Dreetzsees als erstes der besagte Carwitzer Boots- und Kanuverleih mit Steganlage, den man auch vom Schmalen Luzin aus über den Landweg erreichen kann.
In mehreren kleinen Buchten folgen schon wenig später kleine Badestellen. Ansonsten gibt es einige Privatstege an den oft bewaldeten Ufern des etwa 2 km langen und im Schnitt ca. 5 Meter tiefen und verwinkelten Sees.

Am breiteren südlichen Ende liegt der »Campingplatz am Dreetzsee«, der für Wasserwanderer einen eigenen Steg, Bootsablagen und eine Zeltwiese nahe am Wasser bereithält. Nebenan befindet sich darüber hinaus ein Kanuverleih an einem großzügigen Badestrand mit Sanitärgebäuden. Versorgen kann man sich auf dem Campingplatz in einem kleinen Laden, einem Imbiss oder in der Gaststätte. Unsere Tour in der Feldberger Seenlandschaft endet hier. Mit dem Auto ist der Campingplatz gut erreichbar und durch den Strand oder Steg gibt es eine ideale Ein- und Aussetzmöglichkeit für Kanus.

Der Dreetzsee entwässert unterirdisch zum südlich gelegenen »Krüselinsee«, der mit mehreren kleinen Waldbächen und Seen eine bei Kanuwanderern beliebte, aber auch anspruchsvolle Wasserverbindung bis nach Lychen und weiter zur »Havel« herstellt. Für den Landübergang (ca. 500 Meter) vom Dreetzsee zum Krüselinsee kann man sich an der Campingplatzrezeption bei Bedarf einen Bootswagen leihen und die Kanutour fortsetzen.
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